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Wie hoch ist Ihre Risikotoleranz?

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Ihre eigene Risikotoleranz zu kennen, ist einer der wichtigsten Aspekte, um finanzielle Entscheidungen zu treffen. Jeder hat ein einzigartiges Risikoprofil, in welches die eigene Persönlichkeit, die finanzielle Kapazität und emotionale Toleranz einfließen. 

1. Risiko als finanzieller und psychischer Parameter

Unter Risiko wird hier der Grad an Unsicherheit verstanden, der bleibt, wenn eine Investition getätigt wird, da Sie nie wissen, ob Gewinne erzielt werden und schon gar nicht, wie viel. 

Im Gegensatz zu dem kalkulierten Risiko und der Risikokapazität ist die Risikotoleranz kein finanzieller, sondern ein psychischer Parameter. Sie beschreibt den Umgang mit finanziellen Unsicherheiten und Verlusten. Wir neigen z.B. dazu, Projekte vorzeitig zu beenden, wenn das erwartete Ergebnis ausbleibt oder schlimmstenfalls sogar ein Verlust droht. Ein teurer Ausstieg wird hingenommen, um einen unsicheren Verlust zu vermeiden. 

Ihre individuelle Risikotoleranz beeinflusst maßgeblich Ihre Investitionsentscheidungen. Sind Sie ein eher risikoaverser, auf Sicherheit bedachter Anleger oder ein eher risikofreudiger? Was ist Ihnen wichtiger? Die Chance auf Rendite oder das einhergehende potenzielle Risiko? Wie gehe ich mit einem möglichen Verlust des Kapitals um? Versuchen Sie diese Fragen für sich selbst zu beantworten und versuchen Sie ein Gefühl dafür zu erhalten, wie viel Risiko Sie aushalten können, ohne in Panik zu geraten.  

2. Bestimmung des Risikobudgets

Nachdem Sie Ihre persönliche Risikotoleranz analysiert haben, gilt es im nächsten Schritt, Ihr Risikobudget zu bestimmen. Zunächst ist es wichtig zu unterscheiden, welche Ziele Sie mit einer Investition in eine risikofreie Anlage erreichen können. Sofern keine passende risikofreie Anlagemöglichkeit gefunden wird, ist es sinnvoll sich auch nach risikoreicheren Möglichkeiten umzusehen, anstatt in eine unattraktive, wenn auch risikolose Alternative zu investieren. 

 

Mein Tipp: Langfristige Investitionen mit einem gewissen Risiko sind immer profitabler als risikofreie Investitionen. Dadurch kann finanzielle Unabhängigkeit erreicht werden und die Möglichkeit, sich Träume zu erfüllen. Das Schlüsselprinzip ist, je höher der Gewinn, desto höher das notwendige Risiko.

Auf diese Weise lässt sich die eigene Bereitschaft Risiken einzugehen relativ schnell bestimmen und sie können leichter einschätzen, welche Verluste Sie emotional aushalten können. Das zugrunde liegende Risikobudget, also die Summe, die Sie tatsächlich verlieren können, fließt natürlich auch in Ihr Risikoprofil mit ein.

 

Mein Tipp: Berechnen Sie also ganz genau Ihr Risikobudget und vergleichen Sie dann Ihre Risikotoleranz – sollten diese Ergebnisse zu sehr voneinander abweichen, denken Sie erneut darüber nach. Diese beiden Faktoren sind essentiell für Ihre persönliche Strategie.

Die Analyse Ihrer Risikotoleranz und Ihres Risikobudgets ist ein essentieller Schlüssel zu einer erfolgreichen Finanzstrategie. Das Bewusstsein über die eigene Grenze zwischen geplanten und instinktgesteuerten, impulsiven Entscheidungen ist der Schlüssel zu einer einzigartigen Lebens- und Finanzstrategie und falsche Entscheidungen können somit vermieden werden.

 

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