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Tipps und Tricks, um Geldillusionen zu vermeiden

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Selbst wenn in Ihrem Terrassenmodell die rechnerisch notwendige Rendite und die Rendite, die Sie von dem effizienten Portfolio mit der passenden Anlagestrategie erwarten können passen, zeigt die Praxis immer wieder, dass zum Schluss das Geld für die Rente doch geringer ausfällt, als erwartet. Das liegt vor allem an zwei Gründen. Die reale Rendite fällt geringer aus, als geplant, weil die tatsächliche individuelle Inflation höher ist als die kalkulierte und weil die Kosten in Form von Steuern und Verwaltungskosten zu hoch sind. Wenn Sie dies nicht bei Ihrer Planung berücksichtigen, kann sich der schöne Plan im Nachhinein als Geldillusion erweisen. Damit Ihnen das nicht passiert, zeigen wir Ihnen im Folgenden, wie das sein kann und was Sie dagegen tun können.

1. Inflationsrate

Die Berechnung der allgemeinen Inflationsrate basiert auf Preisentwicklungen von Gütern eines Warenkorbs und weniger von Dienstleistungen. Die jährliche Inflationsrate liegt in Deutschland aktuell langfristig bei ca. 2,5% pro Jahr.  Allgemein gilt: Konsumprodukte gehen mit einem Preisverfall und Dienstleistungen mit einer Preissteigerung einher.

2.Dienstleistungsinflation

Lohnintensive Dienstleistungen sind wesentlicher Bestandteil des Warenkorbs und tragen überdurchschnittlich zur Inflation bei. Mit steigendem Alter steigt die Nachfrage nach eben solchen Dienstleistungen, wie z.B. Arzt- und Pflegeheimkosten, weshalb die Dienstleistungsinflation für diese Altersgruppe von besonders großer Bedeutung ist. Hinzu kommt eine private Preissteigerung durch die Verschiebung der Zusammensetzung der eingekauften Waren und Dienstleistungen. Geht man nun davon aus, dass Pensionäre einen höheren Bedarf an Dienstleistungen als an Konsumgütern haben, wird deutlich, dass Ihre Preissteigerung wahrscheinlich über der durchschnittlichen Inflation liegen wird. 

3. Einbeziehung von Steuern

Weiterhin gilt zu beachten, dass Renditen steuerpflichtig sind und auch die Vermögensverwaltung mit weiteren Kosten verbunden ist. Addiert man die Renditeabzüge durch Steuern und Kosten für die Vermögensverwaltung mit der realen Veränderung der Kaufkraft, wird deutlich wie leicht Sie mit zu optimistischen Renditen planen können. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, ziehen Sie bei der erwarteten Rendite lieber noch ein Prozent pro Jahr mehr ab.

Klingt nicht besonders rosig, richtig? Also müssen wir uns nun fragen, wie man diesem Missstand entgegenwirken kann. Sie sollten prüfen, ob Sie alle Möglichkeiten für eine steuerbegünstigte Anlage ausgeschöpft haben. Für den Aufbau von Vorsorgekapital gibt es steuerliche Begünstigungen. Auf jeden Fall sollten Sie die Kosten der Vermögensverwaltung überprüfen und darauf achten, dass diese niedrig bleiben.

Ein Überdenken Ihrer individuellen Risikobereitschaft, falls ihr gewünschtes Niveau an Sicherheit größer ist, als die nach Shortfall errechnete erforderliche Sicherheit, kann die Rendite optimieren. Der Unterschied zwischen geringem und mittlerem Risiko beträgt 2,5 Prozentpunkte pro Jahr und bei einem langen Anlagehorizont sollte sich das bemerkbar machen.

 

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